Blitzdiäten und Jo-Jo-Effekt

- Blitzdäten: Der Jo-Jo-Effekt ist dabei kaum zu vermeiden. Foto: FC Photography - Fotolia.com
Eier- oder Ananasdiät, Suppen- und Brotkur, Blitzdiäten gibt es wie Sand am Meer. Alle versprechen kurzfristige und schnelle Gewichtsabnahme. Leider sind sie keinesfalls geeignet massive Gewichtsprobleme in kürzester Zeit und langfristig in den Griff zu bekommen. Klappen kann es tatsächlich, wenn nur ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen liegen.
Wunder durch Blitzdiät?
Gemeinhin dauern Blitzdiäten etwa sieben Tage und erfordern in dieser Zeit maximale Disziplin. Schon daran scheitern die meisten Interessenten. Zudem sprechen viele Argumente gegen die Radikalkur. Das Prinzip vieler Blitzdiäten ist es, sich nur von einer kleinen Auswahl Nahrungsmittel zu ernähren, andere lassen ein größeres Spektrum an Nahrungsmitteln zu, beschränken aber die tägliche Kalorienzufuhr auf 800 kcal. Damit stehen die notwendigen Nährstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Die frustrierende Folge sind Heißhungerattacken.
Jo-Jo-Effekt unvermeidbar
Leider ist der Abnehmerfolg nur selten dauerhaft. Der Körper giert nach dem, was ihm versagt wurde und lagert eifrig wieder an, was wir ihm mühsam abgerungen haben. Dabei schießt er sogar über das Ziel hinaus. So entsteht ein Kreislauf von Abnehmen und Zunehmen, der gefürchtete Jo-Jo-Effekt.
Gesundheitsgefährdung gering
Bisher galt der Jo-Jo-Effekt als wenig gesundheitsförderlich. Doch eine Studie der Ohio University kommt zu einem spannenden Ergebnis. Die Forscher verglichen die Lebenserwartung von Mäusen mit Jo-Jo-Effekt mit der von übergewichtigen bzw. normalgewichtigen Mäusen. Dabei fanden sie heraus, dass die Lebensdauer übergewichtiger Mäuse durchschnittlich 1,5 Jahre betrug. Damit lag sie weit unter der von Mäusen mit Jo-Jo-Effekt, die 2,04 Jahre alt wurden. Nur geringfügig länger, nämlich im Schnitt 2,09 Jahre überlebten normalgewichtige Mäuse. Der Studienleiter sieht die Vorteile des Gewichtsverlustes bestätigt, auch wenn dieser nicht von Dauer ist und immer neu erarbeitet werden muss.
Den glykämischen Index beachten
Auch wenn der Jo-Jo-Effekt nun ein bisschen besser da steht, interessanter wäre es herauszufinden, mit welcher Ernährung er am wirksamsten vermieden werden kann. Damit hat sich die europaweite Diogenes-Interventionsstudie beschäftigt. Die Antwort heißt eiweißreiche Kost. Sie macht lange satt und begünstigt den Aufbau von Muskeln. Die verbrauchen mehr Energie als Fettzellen. Die Chancen mit eiweißreicher Ernährung Diäterfolge zu bewahren sind jedenfalls deutlich größer als bei einer Ernährungsform mit niedrigem Glykämischen Index, die aber den Insulinspiegel im Blut niedrig hält und die Fettverbrennung erleichtert.
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